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Die Wahl am 26.05.19 hat gezeigt wie unzufrieden die Bürger mit der Politik der Altparteien sind. Deutliche Verluste, gerade bei der Union und der SPD waren zu beobachten. Ich persönlich habe damit gerechnet dass es dazu kommen wird und bin der Meinung, dass das auch zu Recht passiert ist. Gerade bei der SPD, der ich ja angehöre, verwundert mich das nicht. Zu sehr mit sich selbst beschäftigt, kein Profil, keine charismatischen Persönlichkeiten, den Kontakt zum Wähler verloren. Mit Blick auf die kommende Landtagswahl in Sachsen wird mir da etwas mulmig. Nichtsdestotrotz werde ich motiviert und zuversichtlich mit meinen Themen in den Wahlkampf starten. Denn gerade aus den oben genannten Missständen und Mängel ziehe ich meine Motivation. Ich möchte den Menschen in meinem Wahlkreis zuhören, auf Festen, in den Vereinen oder einfach auf der Straße. Nur so erfährt man wo der Schuh drückt. Es wird auch passieren dass ich Kritik erfahren werde, das gehört meiner Meinung nach dazu und daraus lernt man. Ich bin ja selbst nicht immer einer Meinung mit den Entscheidungen auf Bundesebene.

 

Über das Ergebnis der Stadtratswahl in Eibenstock möchte ich noch etwas sagen. Ja, ich bin nicht wieder gewählt worden, da auch wir hier vor Ort 50 % unserer Sitze verloren haben. Das muss ich akzeptieren und kann dafür keinem die Schuld geben außer uns selbst vielleicht. Was mir nur zu denken gibt ist die zukünftige Sitzverteilung. Da frag ich mich ob unsere Politik der letzten 5 Jahre so schlecht war, dass man so ein Ergebnis bekommt. Sicherlich gab es einige strittige Beschlüsse, aber es wurde ein Konsens gefunden.

 

Oder es fehlt an Weitsicht, dass man kommunal so wählt.

 

Glück auf!

Podiumsdiskussion am 10.07.2019

 

Letzten Mittwoch fand im Kulturzentrum Eibenstock eine Podiumsdiskussion mit den Direktkandidaten für die Landtagswahl im September 2019 statt. Ich muss sagen es war eine sehr interessante Veranstaltung und für mich die Gelegenheit Erfahrungen zu sammeln und auch meine Konkurrenten kennen zu lernen.

 

Es fing damit an, dass jeder Besucher mit Hilfe von zwei Aufklebern die Themen bestimmen konnte, welche ihm wichtig waren oder er gab einem Thema zwei Punkte. Ich ging danach in den Hauptraum des Kulturzentrums um zu sehen ob denn meine Kontrahenten auch schon anwesend waren. Einige waren schon anwesend und so ging ich auf sie zu und gab ihnen mit einem „Glück auf!“ die Hand. Ganz unvoreingenommen und zwanglos. Diese Geste wurde auch von fast allen so erwidert außer vom Kandidaten der AfD. Dieser Mann im Designeranzug musterte mich kurz und gab mir dann einen laschen Händedruck und ein nicht ernst gemeintes „Guten Abend“ als Antwort. Was will man von einem Landtagskandidaten aus Bayern erwarten der nur „Grüß Gott“ kennt. Da stellt sich mir die Frage, warum denn ein westdeutscher Bundesbürger für unser Erzgebirge ins Rennen geht. Wir haben doch genug Menschen in unserem Landkreis, die gewiss mehr mit dem Erzgebirge verbindet als ihn. Oder versuchen die Westdeutschen uns wieder vor den Karren zu spannen, um ihre Politik durchzusetzen, aber am Ende sagen zu können: „Es waren doch die Ossis!“. Da kommt mir die Treuhand der 90er in den Sinn, die zu ihrer Zeit auch nur das Beste für den Osten wollte. Wir wissen alle wie der Osten danach aussah.

 

Nun zu den Themen die gewählt worden sind. An oberster Stelle stand Bildung, Erziehung, Pflege und danach kam Umwelt, Energie, Infrastruktur. Überraschenderweise kam Migration an fünfter und letzter Stelle. Da habe ich gemerkt wo die Schwerpunkte in unserer Region wirklich liegen. Es gab eine schöne Fragerunde bei der jeder zu jedem Thema seine Meinung und auch Lösung nennen konnte. So sind mir z.B. folgende Punkte zum Thema Bildung, Erziehung und Pflege wichtig:

  1. kostenlose Kinderbetreuung und kostenlose Mittagsverpflegung in Schulen

  2. Verbesserung der Situation der Pflegekräfte und Erzieher/Betreuer durch Anpassung des Personalschlüssels und bessere Bezahlung
     

Die CDU z.B. ist gegen kostenlose Kinderbetreuung, ebenso die FDP und die Grünen.

 

Beim Thema Umwelt, Energie, Infrastruktur kam die Frage nach regionaler Wertschöpfung auf. Gerade der Punkt lokale Landwirtschaft unterstützen wurde länger diskutiert. Hierzu habe ich folgendes zu sagen: Wir müssen vermehrt auf lokale Produkte setzen. Erstens bleibt unser Geld dann in der Region und zweitens schonen wir damit die Umwelt, denn wenn wir unser Rindfleisch z.B. vom Bauer im Ort kaufen, muss es nicht erst aus Argentinien geflogen oder geschifft werden und so erst die halbe Welt umrunden. Aber es fängt ja erst bei der Landwirtschaft an. Wir müssen von uns selbst aus den ersten Schritt gehen und sagen: „Ja, ich gebe jetzt 1-2 Euro mehr aus, weiß aber dass es am Ende besser ist.“ Auch unsere Kinder müssen wir schon dahingehend sensibilisieren. So können wir die Umwelt schonen und die Region wirtschaftlich stärken.

 

Zurück zur Diskussion. Die Moderatoren haben das sehr gut gemacht. Schwafler auf der Bühne wurden dazu gebracht zum Punkt zu kommen und Zuschauer wurden dazu aufgefordert zu Fragen und nicht anzumerken. Einer der Schwafler war der Kandidat der Linken. Ein Mann, ebenfalls im Designeranzug, der in selbst darstellender Weise meiner Meinung nach keine linken Werte vertreten hat. So wurde von ihm eine mögliche Links-FDP Koalition in die Runde geworfen.

 

Alles in Allem eine schöne, interessante Diskussion. Gut moderiert, mit toller Themenwahl seitens des Publikums. Ich hoffe dieser Abend hat für die Anwesenden die Entscheidung leichter werden lassen, was die Wahl im September betrifft.

 

Glück auf!

Kommunal- und Europawahl 2019